Kirchengemeinde Leeste

Evang.-luth. Marienkirche Leeste

Nachdem eine frühere Kirche 1777 abgebrochen wurde, wurde am selben Ort ein Backsteinbau neu errichtet und zu Himmelfahrt, am 30. Mai 1783, eingeweiht.
Nach einem großen Unwetter 1790 musste der 24m hohe Turm teilweise erneuert werden. Auffällig ist das ältere, größere Klosterformat der Ziegel im unteren Drittel des Turmes. Um 1860 wurden Emporen eingebaut, um 1950 wurde die Kirche dem Zeitgeschmack angepasst. Das neogotische Zierwerk wurde entfernt und die frühere Verbindung der Emporen mit dem Kanzelaltar unterbrochen.

Am 21. Januar 1872 wurde die von Philip Furtwängler und Söhne erbaute Orgel mit 11 Registern feierlich eingeweiht.1956 erfuhr sie eine Renovierung durch den Orgelbauer Alfred Führer aus Wilhelmshaven. Dabei wurden drei neue Register eingefügt (heute 14) und der Blasebalg verlegt. Durch die noch heute vorhandene Tretvorrichtung kann die Orgel auch Gebläsemotor gespielt werden.

Die Leester Kirche hat ihren Namen von der Marienglocke aus dem Jahr 1516. Sie gehört zu den ältesten der Region und hing schon in den früheren Kirchbauten an dieser Stelle. Ihre niederdeutsche Inschrift lautet (übersetzt): "Wenn ich, Maria, werde geläutet, das Gottesdienst bedeutet, sich manch Sünder möge bekehren zum Lobe Gottes und Maria zu Ehren M:CCCCC:XVI". Sie hat am unteren Rand einen Durchmesser von 1,18 m, ist ebenso hoch und wiegt ca. 900 Kg. Ihr Ton ist "f".

Seit dem 30. August 2009 läutet sie zusammen mit zwei neuen Bronzeglocken in einem neuen eichenen Glockenstuhl. Die neuen Glocken ersetzen und ergänzen eine Nachkriegsglocke, die durch einen inneren Riss Materialermüdung zeigte und jetzt vor der Kirche aufgestellt wurde. 1957 war sie von Meta Rumpsfeld gestiftet worden. Sie wiegt 720 kg, hat 1,05 m Durchmesser und Höhe, den Ton "g" und wurde von Meister Otto in Bremen-Hemelingen gegossen. Ihre Vorgängerinnen wurden zu Beginn der Weltkriege jeweils für die Kriegsrüstung eingezogen.
Die neuen Glocken wurden im April 2009 von Albert Bachert, Karlsruhe, gegossen.



Die kleinere wiegt 700 Kg, hat einen Durchmesser von 1,098 m und trägt die Inschrift: "Unserem Gott zur Ehre - uns Menschen zum Segen. Leeste anno domini 2009" und läutet mit dem Ton "g". Die große Dominica wiegt 1.700 kg, ihr Durchmesser beträgt 1,479 m. Sie kündet mit Psalm 105,1: "Danket dem HERRN und rufet an seinen Namen; verkündigt sein Tun unter den Völkern!" Sie läutet mit dem Ton "d".

 

Gottesdienst:

In der Regel sonntags um 10.00 Uhr, manchmal gibt es auch besondere Gottesdienste zu anderen Zeiten, genaue Angaben s. "Gottesdienste" .Für Fragen rund um die Marienkirche steht Ihnen unser Küster, Herr Suhling, gerne zur Verfügung.

Küster: Dieter Suhling

Tel. (04203) 9222

E-Mail: dieter@suhling.eu